Teil 14

Das letzte Mal haben wir begonnen, Münzen vorzustellen, die wichtigen kirchlichen Bauten gewidmet sind. Darunter war auch die 50-Schilling-Silbermünze „1200 Jahre Dom zu Salzburg“. Während auf dieser Prägung der Dom nur ganz klein – wie ein Modell – zu sehen ist, gibt es aus der Mozart-Serie von 1991 die silberne 100-Schilling-Sondergedenkmünze, auf welcher dieser Dom den Vordergrund einer imponierenden Salzburg-Ansicht bildet. Nicht ganz so berühmt und nicht ganz so alt wie der Salzburger ist der Dom von Wiener Neustadt. Mit dem Bau der ursprünglichen Stadtpfarrkirche wurde im 13. Jahrhundert begonnen. Das schöne Brauttor gibt es seit ca. 1260. 1469, unter Kaiser Friedrich III., wurde die Kirche zur Kathedrale erhoben. Da der Bau bis ins 19. Jahrhundert immer wieder verändert wurde, findet man die verschiedensten Baustile – so den spätromanischen Kern, aber auch früh- und spätgotische Bauteile. Im Inneren beeindrucken uns u. a. eine Darstellung des Weltgerichts von ca. 1300 und Apostelfiguren, aus Holz geschnitzt, die um 1500 entstanden sind. Dazu gibt es die 100-Schilling-Silbergedenkmünze aus dem Jahr 1979 „700 Jahre Wiener Neustädter Dom“, auf welcher der Dom in sparsamer Strenge markant dargestellt ist.
Eine andere niederösterreichische Sehenswürdigkeit ist der Heiligenkreuzer Hof in der Nähe von Baden. Eine 500-Schilling-Silbergedenkmünze aus dem Jahr 1987 ist der malerischen Stiftskirche des Klosters gewidmet. Sie heißt „800 Jahre Stiftskirche in Heiligenkreuz“. Schon 1133 wurde mit einem Holzbau des Klosters begonnen. Das Jubiläum, zu dem die Münze erschien, geht auf die Weihe im Jahr 1187 zurück. Die Münze zeigt die Stiftskirche Maria Himmelfahrt, die zu den bedeutendsten im deutschsprachigen Raum gehört, mit der Pestsäule davor. Der Innenraum der Kirche ist überwältigend. Der dreischiffige Hallenchor wurde 1295 fertig. Das Kloster mit seinen Arkaden und dem weitläufigen Klosterhof ist schon von außen beeindruckend. In Heiligenkreuz wurden übrigens viele Babenberger beerdigt. Eine Führung im Inneren öffnet uns den gewaltigen Kreuzgang und führt zu vielen einmaligen Schätzen. Einige Elemente, wie die Säulen in der Kirche oder der Zwiebelturm des Klosters,
Klosterhof ist schon von außen beeindruckend. In Heiligenkreuz wurden übrigens viele Babenberger beerdigt. Eine Führung im Inneren öffnet uns den gewaltigen Kreuzgang und führt zu vielen einmaligen Schätzen. Einige Elemente, wie die Säulen in der Kirche oder der Zwiebelturm des Klosters, entsprechen interessanterweise nicht den Zisterzienserregeln. Von Heiligenkreuz nach Heiligenblut: Die Pfarrkirche St. Vinzenz in Heiligenblut in Kärnten steht in 1300 m Höhe in malerischer Landschaft am Fuß des Großglockners. Es gibt sicher nicht viele Gotteshäuser, die so schön gelegen sind. Die gotische Wallfahrtskirche wurde Ende des 14. Jahrhunderts von Gewerken (Unterneh- mern) und Knappen (Bergarbeitern) aus dem Goldbergbau errichtet. Rund 100 Jahre dauerten die Bauarbeiten. So wurde das Langhaus erst 1490 vollendet. Der spätgotische doppelte Wandelaltar aus dem Jahr 1520 ist das künstlerische Prunkstück im Inneren. Die Kirche wird auf der 500-Schilling-Silbergedenkmünze „Alpenregion“ zusammen mit alpinen Elementen in freier künstlerischer Gestaltung dargestellt. So ist z. B. neben dem Kirchenbau ein alpenländischer Holzstadl zu sehen.

           

100-Schilling-Silbermünze "700 Jahre Wiener Neustädter Dom"                            500-Schilling-Silbermünze "Alpenregion"

500-Schilling-Silbermünze "800 Jahre Stiftskirche in Heiligenkreuz"

   
Seit 8. September ist Kaiser Marc Aurel wieder in Wien. Die neue 20 Euro Silbermünze ist da!
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