Das Glossar unserer Web-Site stellt allen numismatisch Interessierten die wichtigsten Fachbegriffe zur Verfügung. Jeder Begriff ist kurz erklärt, sollten doch einmal Fragen offen bleiben kontaktieren Sie uns einfach.
| Rändelung | Die Kerbung oder Verzierung des Münzrandes, auch das Anbringen von erhabener Schrift. Die Rändelung wurde Ende des 17. Jahrhunderts eingeführt und hatte ursprünglich den Sinn, das Beschneiden der Münzen zu verhindern. Besonders ausgeprägt ist die Rändelung beim Maria-Theresien-Taler, den die Münze Österreich als Original-Nachprägung herausgibt. |
| |
| Rappen | Pfennig-Münze mit schwerer Färbung, die der Münze den Namen gab. Auch vom Freiburger Adlerkopfpfennig könnte der Name kommen, wobei der Adler als Rabe angesehen wurde. Im 14. und 15. Jahrhundert gab es unterschiedliche Münzen mit dieser Bezeichnung. In der Schweiz sind heute 100 Rappen ein Franken. |
| |
| Raugewicht | Als Feingewicht (auch Nettogewicht oder Korn) bezeichnet man die Masse des in einer Legierung enthaltenen Edelmetalls, vor allem bei Münzen oder Schmuck. Sie wird in einem üblichen Massemaß, zum Beispiel Gramm, angegeben. Die Gesamtmasse einschließlich der nicht edelmetallischen Anteile (häufig Kupfer) heißt Raugewicht (auch Bruttogewicht oder Schrot). Das Verhältnis von Fein- zu Raugewicht nennt man Feingehalt. Bei Münzen war früher allein das Feingewicht des verwendeten Silbers oder Goldes ausschlaggebend für den Wert. Fein- und Raugewicht wurden durch den Münzfuß bestimmt.
|
| |
| Real | Vom lat. realis moneta, dem Königspfennig; Seit dem 14. Jahrhundert eine spanische und portugiesische Münze, in Spanien bis 1864 geprägt. In Portugal wurde aus dem Plural von Real, d.i. Reas, der Reis, der bis 1910 Währungseinheit war. Bis ins 19. Jahrhundert gab es den Real auch in zahlreichen lateinamerikanischen Ländern. |
| |
| Rechnungsmünzen | Keine Münze, die man anfassen kann, sondern eine Rechnungseinheit. Damit behalf man sich früher, wenn es nicht genug Großmünzen gab. Man rechnete oft in fremder oder früher gültiger Währung. |
| |
| Reichsmark | (RM) Seit 1924 Währungseinheit im Deutschen Reich nach dem Provisorium der Rentenmark. Die Entwertung begann 1936 durch die hohen Rüstungskosten. Nach der Währungsreform 1948 wurde die Reichsmark durch die Deutsche Mark (DM) abgelöst. |
| |
| Reinigung | Bei Münzreinigung ist größte Vorsicht geboten, will man keinen Schaden anrichten. Einfachen Schmutz entfernt man am besten durch ein Bad in Seifenwasser. Bei Silber und Kupfer kann man auch Alkohol nehmen. Nur mit Watte sacht trocknen. Wertvolle antike Münzen oder Münzen in den Ausführungen "Handgehoben" und "Polierte Platte" bewahrt man am besten so auf, dass man sie nicht reinigen muss. Kommt es doch zu einer Verschmutzung, sollte man sich unbedingt an einen Experten wenden. |
| |
| Rentenmark | Deutsche Währungseinheit, trat im Verhältnis 1:1 Billion ab November 1923 anstelle des Inflationsgeldes. Als Deckung diente der gesamte Wald- und Forstbestand Deutschlands. |
| |
| Revers | Die Rückseite von Münzen und Medaillen. |
| |
| Ringgeld | Vormünzliches Schmuckgeld, schon vor der Verwendung von Metall. Ringe und Halsketten als Tauschmittel - auch nach Einführung des Metalls noch in Verwendung. |
| |
| Ringprägung | Seit 1577 zum Prägen der Randschriften erdacht. Man verwendete zwei- oder dreifach geteilte Ringe. Das beim Prägen angestauchte Material presst sich gegen die Schrift oder Rippung. Seit dem 19. Jahrhundert ist der ungeteilte Ring üblich. Der Ring bewahrt die Form beim Prägen der Ronde. |
| |
| Ronde | Das glatte Münzplättchen vor der Prägung (auch als Platte oder Münzrohling bezeichnet). |
| |
| Rubel | Russische Währungseinheit. Seit dem 14. Jahrhundert Bezeichnung für Silberbarren von etwa 196 g in Novgorod. Im übrigen Ostrussland gab es den leichten Rubel von etwa 94 g. 1654 wurde der Rubel zum ersten Mal als Münze geprägt, unterteilt in 64 Kopeken. Unter Peter dem Großen (1672-1725) kam das Dezimalsystem zur Anwendung: 1 Rubel hatte nun 100 Kopeken. Wir kennen das Sprichwort: "Der Rubel rollt". Es besagt: Geld wird großzügig ausgegeben, wie das bei russischen Fürsten vorkam, für die Geld keine Rolle spielte, wenn es nur ihrem Vergnügen diente. |
| |
| Rupie | Indische Währung. Ursprünglich Silbermünze zu 40 Dam mit einem Rauhgewicht von 11,53 g. Die englisch-ostindische Kompanie übernahm die Währungsbezeichnung, wobei eine Rupie sechzehn Anna ausmachte. Viele Rupien gelangten durch den Handel nach Ostafrika und wurden dort im 19. Jahrhundert auch zur Währung. In Deutsch-Ostafrika gab es ab 1890 sogar Rupien mit Bild von Kaiser Wilhelm II. 1957 kam in Indien die Dezimalwährung: 1 Rupie = 100 Paise. Die Rupie ist noch in einigen anderen Staaten die Währungseinheit, so u.a. in Pakistan, Sri Lanka, Nepal und auf den Seychellen. |
| |